| Laute Hilferufe aus der Küche |
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| Donnerstag, 17. Juli 2008 | |
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Fünf Verletzte bei Wohnungsbrand / Ein Mann lange in Lebensgefahr
Mehrere Stunden mussten Ärzte im Klinikum um das Leben eines Mannes ringen, der in der Nacht zum Mittwoch bei einem Wohnungsbrand in der Sonderburger Straße 111 auf der Schönau schwer verletzt worden war. Erst gestern Vormittag kam dann die Nachricht, das der 40-Jährige nicht mehr in Lebensgefahr schwebt. Es ist 22.06 Uhr, als gleich mehrere Nachbarn aufgeregt bei der Feuerwehr anrufen, von Rauch und Flammen berichten, die aus dem Küchenfenster im dritten Stock eines GBG-Blocks dringen. Der Löschzug Nord wird daher sofort um ein Löschfahrzeug aus der Wache Mitte verstärkt, 20 Mann rücken aus. Gerade als die Einsatzkräfte eintreffen, kommt auch die Ehefrau nach Hause - sie war mit dem Hund Gassi. Wie die Feuerwehrleute hört die 40-Jährige, dass ihr Mann verzweifelt um Hilfe schreit, die Stimme durch den Qualm aber immer leiser wird. Zwei Trupps unter Atemschutz öffnen die völlig verrauchte Wohnung. Während zwei Feuerwehrleute mit einem Strahlrohr in die Flammen spritzen, zerren zwei Kollegen den Mann aus der Wohnung, legen ihn auf eine Trage und bringen ihn durchs Treppenhaus schleunigst nach unten. Bereits auf der Straße, im Rettungswagen, kämpfen ein Notarzt und Rettungsassistenten um das Leben des durch Ruß völlig geschwärzten Mannes - Sauerstoff, Infusionen. "Lebensgefahr", so Leitender Notarzt Dr. Tim Viergutz. Mit Sondersignal geht es ins Klinikum, dort gleich auf die Intensivstation. "Er war schon bei der Rettung nur noch sehr schwach bei Bewusstsein", bangt Jens Tischer, der Einsatzleiter der Feuerwehr, um ihn; später war der Mann gar nicht mehr ansprechbar. Er sei im Flur auf dem Boden gelegen, nicht an der brennenden Küche vorbeigekommen: "Er hatte keine Chance, es hat alles voll gebrannt", so Tischer. Auch vier Nachbarn, die dem Mann helfen wollten und dabei viel zuviel Rauch eingeatmet hatten, werden zunächst in Rettungswagen untersucht und dann ins Klinikum gefahren. "Aber nur vorsichtshalber", so Dr. Tim Viergutz.
Den beißenden Qualm drücken die Feuerwehrleute mit einem Hochleistungslüfter aus dem Treppenhaus, in dem aber schon längst wieder viele Kinder herumrennen. Mit einem Wassersauger wird dann noch das Löschwasser aufgenommen. "Sachschaden 40 000 Euro, am Gebäude 10 000 Euro", bilanziert Tischer, während seine Kollegen schläuche einrollen und die Atemschutzgeräte austauschen. Um 23.12 Uhr rücken dann die Löschfahrzeuge ab. Die Wohnungsbaugesellschaft GBG bringt die Frau derweil in einer Ersatzwohnung unter. Die genaue Brandursache muss nun die Kriminalpolizei untersuchen. "Vielleicht ein technischer Defekt an einem Gerät in der Küche", vermutet der Einsatzleiter der Feuerwehr, denn dort war der Brandherd. |







